Ein bienenfreundlicher Garten — so geht's
Warum unser Garten den Bienen helfen kann
Bienen haben es nicht leicht: Monokulturen, versiegelte Flächen und der Rückgang blütenreicher Wiesen machen ihnen das Leben schwer. Die gute Nachricht: Jeder Garten — egal wie groß — kann ein kleines Paradies für Bienen und andere Bestäuber werden.
Und das Beste daran: Ein bienenfreundlicher Garten ist gleichzeitig ein wunderschöner Garten. Denn wo es summt und brummt, blüht es auch üppig.
Die Grundregeln für einen bienenfreundlichen Garten
1. Blüten von März bis Oktober
Das Wichtigste für Bienen ist ein durchgehendes Nahrungsangebot. Achten du darauf, dass von den ersten warmen Tagen im März bis in den Oktober hinein immer etwas blüht. Besonders kritisch sind das zeitige Frühjahr und der Spätherbst, wenn das Nahrungsangebot in der Natur knapp wird.
2. Einfache Blüten statt gefüllte
Gefüllte Blüten sehen zwar prächtig aus, bieten Bienen aber oft keinen Zugang zu Nektar und Pollen. Wählen du deshalb bevorzugt ungefüllte oder halbgefüllte Sorten — die Bienen werden es Ihnen danken.
3. Heimische Pflanzen bevorzugen
Unsere heimischen Wildbienenarten sind an einheimische Pflanzen angepasst. Manche Wildbienenarten fliegen sogar nur bestimmte Pflanzenarten an. Ein Mix aus heimischen und bewährten Gartenpflanzen ist ideal.
4. Vielfalt statt Einheitsbrei
Pflanzen du möglichst viele verschiedene Arten. Unterschiedliche Bienenarten haben unterschiedliche Vorlieben — je vielfältiger Ihr Garten, desto mehr Arten profitieren davon.
Bienenfreundliche Pflanzen für jede Jahreszeit
Frühjahr (März–Mai)
- Krokus — einer der ersten Pollenlieferanten
- Traubenhyazinthe — zuverlässiger Frühblüher
- Obstbäume — Apfel, Kirsche, Pflaume: ein Fest für Bienen!
- Weiden — die allererste Nahrungsquelle im Jahr
- Blausternchen — bildet schnell dichte Teppiche
Sommer (Juni–August)
- Lavendel — der Bienenmagnet schlechthin
- Sonnenhut (Echinacea) — blüht lange und üppig
- Salbei — nicht nur in der Küche nützlich
- Stockrosen — bieten reichlich Pollen
- Thymian — ein duftender Bodendecker
Herbst (September–Oktober)
- Herbstastern — eine der letzten Blütenquellen
- Fetthenne (Sedum) — späte Nektarquelle
- Efeu — blüht als eine der letzten Pflanzen im Jahr
- Herbstanemone — elegant und bienenfreundlich
Was du vermeiden solltest
❌ Kies- und Schottergärten — Lebensfeindliche Steinwüsten bieten Bienen weder Nahrung noch Nistplätze.
❌ Pestizide und Herbizide — Chemische Pflanzenschutzmittel schaden Bienen direkt. Setzen du auf natürliche Methoden und robuste Sorten.
❌ Nur gefüllte Blüten — Gefüllte Rosen, Dahlien und Chrysanthemen sehen toll aus, sind für Bienen aber nutzlos. Achten du beim Kauf auf „bienenfreundlich" oder „ungefüllt".
❌ Englischer Rasen pur — Ein kurzgeschorener Rasen ohne Klee und Gänseblümchen bietet nichts für Bienen. Lassen du zumindest eine Ecke etwas wilder wachsen.
Nistplätze schaffen
Neben Nahrung brauchen Wildbienen auch Nistplätze:
- Insektenhotel — Bohrlöcher in Hartholz oder Bambusröhrchen für Mauerbienen & Co.
- Sandige Ecken — Viele Wildbienenarten nisten im Boden. Eine sonnige, offene Sandfläche im Garten ist Gold wert.
- Totholz — Ein Stapel alter Äste oder ein toter Baumstamm bietet Unterschlupf für viele Insekten.
- Wilde Ecken — Nicht alles aufräumen! Lassen du eine Gartenecke etwas verwildern.
Obstbäume: Die Superblüher für Bienen
Wenn du einen Obstbaum pflanzen, tun du gleichzeitig etwas für die Bienen. Ein blühender Apfelbaum ernährt tausende Bienen — und die Bienen sorgen dafür, dass du im Herbst Äpfel ernten können. Eine echte Win-win-Situation.
In unserer Baumschule finden du eine große Auswahl an Obstgehölzen, die sich hervorragend für die Region Halle eignen.
Unser Fazit
Ein bienenfreundlicher Garten muss nicht kompliziert sein. Schon ein paar gezielte Pflanzungen können einen großen Unterschied machen. Komm in die Saalebaumschule — wir beraten du gerne, welche Pflanzen in deinem Garten für Bienen-Buffet sorgen.